www.qwant.com - Qwant als Browser-Startseite
Die europäische Suchmaschine aus Frankreich in Chrome, Firefox und Edge einrichten - seit Juni 2026 auch Standard im EU-Parlament
Update 5. Juni 2026: Das Europäische Parlament hat am 4. Juni 2026 Qwant zur Standard-Suchmaschine auf seinen Microsoft-Edge- und Firefox-Browsern gemacht. Hintergrund ist die EU-Strategie zur digitalen Souveränität und Reduzierung der Abhängigkeit von US-Tech-Konzernen. Quelle: Cybernews.
EU-Parlament wechselt zu Qwant
Am 4. Juni 2026 hat das Europäische Parlament bekanntgegeben, dass Qwant ab sofort die Standard-Suchmaschine auf allen Edge- und Firefox-Browsern der Parlamentsverwaltung ist. Damit ersetzt die französische Suchmaschine den bisherigen Standard Google. Mitarbeitende und Abgeordnete können weiterhin selbst eine andere Suchmaschine auswählen, die Voreinstellung wird aber automatisch auf Qwant umgestellt.
Der Schritt ist Teil einer breiteren europäischen Strategie zur digitalen Souveränität. Die EU will ihre Abhängigkeit von US-amerikanischen Tech-Anbietern reduzieren und stattdessen europäische Alternativen stärken. Qwant ist neben dem schwedischen Streaming-Dienst Spotify und dem deutschen Cloud-Anbieter IONOS eines der wenigen europäischen Schwergewichte mit eigener Infrastruktur und eigenem Suchindex.
Für Privatnutzer ändert sich durch die Entscheidung des EU-Parlaments nichts unmittelbar. Wer aber bewusst eine europäische Alternative zu Google sucht, bekommt jetzt ein zusätzliches Vertrauenssignal: Wenn die Datenschutzbeauftragten des EU-Parlaments Qwant für den Behördenalltag freigeben, ist die Suchmaschine auch für den eigenen Browser eine ernstzunehmende Option. Wie Sie Qwant in Chrome, Firefox und Edge als Startseite einrichten, zeigt der nächste Abschnitt.
Qwant als Startseite einrichten
Qwant ist eine Suchmaschine aus Frankreich, die seit 2013 eine europäische Alternative zu Google bietet. Kein Tracking, keine Nutzerprofile, DSGVO-konform. Die Adresse für Ihre Startseite lautet:
URL: https://www.qwant.com
Google Chrome
- Klicken Sie rechts oben auf die drei Punkte und wählen Sie Einstellungen.
- Wählen Sie links den Bereich Beim Start.
- Aktivieren Sie "Bestimmte Seite oder Seiten öffnen".
- Klicken Sie auf "Neue Seite hinzufügen", geben Sie https://www.qwant.com ein und bestätigen Sie.
Mehr Details mit Screenshots finden Sie auf unserer Chrome-Anleitung.
Mozilla Firefox
- Öffnen Sie das Hamburger-Menü (drei Striche oben rechts) und wählen Sie Einstellungen.
- Navigieren Sie zum Bereich Startseite.
- Wählen Sie bei "Startseite und neue Fenster" die Option "Benutzerdefinierte Adressen".
- Tragen Sie https://www.qwant.com ein.
In Frankreich ist Qwant in Firefox bereits vorinstalliert, in Deutschland tragen Sie die URL manuell ein. Mehr auf unserer Firefox-Anleitung.
Microsoft Edge
- Öffnen Sie die Einstellungen über die drei Punkte oben rechts.
- Wählen Sie links Start, Startseite und neue Tabs.
- Klicken Sie unter "Beim Start von Edge" auf "Diese Seiten öffnen", dann auf "Neue Seite hinzufügen".
- Geben Sie https://www.qwant.com ein.
Details auf unserer Edge-Anleitung.
Europäischer Datenschutz - warum Qwant?
Qwant unterscheidet sich von amerikanischen Suchmaschinen in einem entscheidenden Punkt: Das Unternehmen unterliegt der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Das ist nicht nur ein Label, es hat praktische Konsequenzen.
Google und Bing speichern Ihre Suchanfragen und verknüpfen sie mit Ihrem Nutzerprofil. Daraus entsteht ein detailliertes Bild Ihrer Interessen, Sorgen und Gewohnheiten. Qwant macht das nicht. Keine gespeicherten Suchanfragen, keine Nutzerprofile, keine personalisierten Ergebnisse.
Qwant sitzt in Paris und betreibt seine Server in Frankreich. Ihre Daten verlassen die EU nicht. Das ist ein Vorteil gegenüber US-amerikanischen Diensten, die dem Cloud Act unterliegen - einem Gesetz, das US-Behörden Zugriff auf Daten bei US-Unternehmen ermöglicht, egal wo die Server stehen.
Unabhängige Datenschutz-Audits haben bestätigt, dass Qwant seine Versprechen einhält. Die französische Datenschutzbehörde CNIL hat Qwant geprüft und keine Verstöße festgestellt. Damit gehört Qwant zu den wenigen Suchmaschinen, die von einer Aufsichtsbehörde geprüft wurden. Auch die Datenschutzbeauftragten des EU-Parlaments haben Qwant für den behördlichen Einsatz freigegeben - ein zusätzliches Signal an Privatnutzer.
Gut zu wissen: Auch DuckDuckGo und Startpage versprechen Datenschutz. Der Unterschied: DuckDuckGo sitzt in den USA, Startpage in den Niederlanden. Nur Qwant betreibt einen eigenen Suchindex in der EU.
Qwant Junior - sichere Suche für Kinder
Qwant Junior ist eine spezielle Suchmaschine für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren. Die Adresse lautet https://www.qwantjunior.com. Die Suchmaschine filtert Inhalte, die für Kinder ungeeignet sind: Gewalt, Pornografie, Drogen und andere problematische Themen werden aus den Ergebnissen entfernt.
Im Gegensatz zu Googles SafeSearch ist Qwant Junior von Grund auf für Kinder entwickelt. Die Oberfläche ist kindgerecht gestaltet. Die Filter sind strenger als bei normalen SafeSearch-Einstellungen. Und es gibt keine Werbung - Kinder sollen suchen, nicht klicken.
Qwant Junior eignet sich besonders für den Einsatz in Schulen und auf Familien-Computern. In Frankreich wird Qwant Junior bereits in vielen Schulen als Standard-Suchmaschine eingesetzt. Für deutsche Schulen und Familien ist die Suchmaschine ebenfalls auf Deutsch verfügbar.
Wenn Sie mehrere Browser-Profile nutzen - eines für sich und eines für Ihre Kinder - können Sie Qwant Junior als Startseite im Kinderprofil eintragen. So suchen Ihre Kinder automatisch in einer geschützten Umgebung.
Qwant Maps - die Open-Source-Alternative
Qwant Maps ist der Kartendienst von Qwant. Er basiert auf OpenStreetMap, der freien Weltkarte. Im Gegensatz zu Google Maps trackt Qwant Maps Ihre Standortsuchen nicht.
Der Funktionsumfang ist kleiner als bei Google Maps. Routenplanung, Satellitenbilder und Street View fehlen oder sind eingeschränkt. Für die einfache Suche nach Adressen und Orten in Europa funktioniert Qwant Maps aber gut. Besonders in Frankreich und Deutschland sind die Daten detailliert und aktuell.
Sie erreichen Qwant Maps direkt über die Qwant-Suche, indem Sie auf den Reiter "Maps" klicken. Alternativ rufen Sie maps.qwant.com direkt im Browser auf.
Qwant vs. DuckDuckGo
Qwant und DuckDuckGo sind die beiden bekanntesten datenschutzfreundlichen Suchmaschinen. So unterscheiden sie sich:
- Herkunft: Qwant sitzt in Frankreich (EU-Recht), DuckDuckGo in den USA (US-Recht). Für EU-Nutzer bietet Qwant damit einen rechtlichen Vorteil beim Datenschutz.
- Suchindex: Qwant betreibt einen eigenen Suchindex und ergänzt ihn mit Bing-Ergebnissen. DuckDuckGo nutzt hauptsächlich Bing. Die Ergebnisse sind bei beiden ähnlich gut.
- Kinderschutz: Qwant Junior ist eine eigene Suchmaschine für Kinder. DuckDuckGo bietet lediglich einen SafeSearch-Filter.
- Bangs: DuckDuckGo bietet über 13.000 Bang-Kürzel für die direkte Suche auf anderen Webseiten. Qwant hat keine vergleichbare Funktion.
- Kartendienst: Qwant Maps basiert auf OpenStreetMap und trackt nicht. DuckDuckGo nutzt Apple Maps für Kartensuchen.
Beide Suchmaschinen sind gute Alternativen zu Google. Wer Wert auf europäischen Datenschutz und Kindersicherheit legt, greift zu Qwant. Wer Bangs und eine größere Produktpalette möchte, wählt DuckDuckGo. Weitere Alternativen sind Ecosia (Bäume pflanzen) und Startpage (Google-Ergebnisse ohne Tracking).
Häufige Fragen zu Qwant
Warum nutzt das EU-Parlament jetzt Qwant?
Das EU-Parlament hat am 4. Juni 2026 Qwant zur Standardsuchmaschine auf seinen Edge- und Firefox-Browsern erklärt. Hintergrund ist die europäische Strategie zur digitalen Souveränität: weniger Abhängigkeit von US-Tech-Anbietern, mehr Nutzung europäischer Alternativen. Qwant sitzt in Paris, betreibt einen eigenen Suchindex und unterliegt der DSGVO. Mitarbeitende können weiterhin andere Suchmaschinen wählen, die Voreinstellung ist aber jetzt Qwant.
Ist Qwant wirklich datenschutzfreundlich?
Ja. Qwant speichert keine Suchanfragen und erstellt keine Nutzerprofile. Das Unternehmen sitzt in Frankreich und unterliegt der europäischen DSGVO. Die französische Datenschutzbehörde CNIL hat Qwant geprüft und keine Verstöße festgestellt. Die Suchergebnisse werden nicht personalisiert.
Sind die Suchergebnisse bei Qwant gut?
Qwant kombiniert einen eigenen Suchindex mit Ergebnissen von Bing. Für die meisten Alltagssuchen liefert Qwant brauchbare Treffer. Bei sehr spezifischen oder technischen Anfragen kann Google relevantere Ergebnisse zeigen. Im Vergleich zu DuckDuckGo liefert Qwant ähnlich gute Ergebnisse.
Funktioniert Qwant auf Deutsch?
Ja. Qwant erkennt Ihre Spracheinstellung automatisch und zeigt die Oberfläche auf Deutsch an. Die Suchergebnisse berücksichtigen den deutschsprachigen Raum. In den Einstellungen können Sie die bevorzugte Sprache und Region manuell festlegen.
Ist Qwant kostenlos?
Ja. Qwant finanziert sich durch Werbeanzeigen in den Suchergebnissen. Die Anzeigen basieren nur auf Ihrem aktuellen Suchbegriff, nicht auf einem Nutzerprofil. Zusätzlich erhält Qwant Fördergelder der Europäischen Union und Investitionen französischer Unternehmen.
Wem gehört Qwant?
Qwant ist ein französisches Unternehmen mit Sitz in Paris. Zu den Investoren gehören unter anderem die Caisse des Dépôts (französische Staatsbank) und die Axel Springer SE. Qwant wurde 2013 gegründet und hat sich als europäische Alternative zu Google positioniert.
Gibt es eine Qwant-App?
Ja. Qwant bietet einen eigenen Browser für Android und iOS. Die App blockiert Tracker und nutzt Qwant als Standardsuchmaschine. Alternativ können Sie Qwant als Standardsuchmaschine in Ihrem bestehenden mobilen Browser einrichten.